Lauf der Quelle

 

 

Sehen wir die Quelle bildlich vor unseren Augen, so ist sie ein klares reines Wasser das gereinigt aus dem Boden springt und seinen Weg sucht. Als kleines Rinnsal purzelt die Quelle munter über Steine, schlängelt sich fast lautlos durch niedrige Alpenwiesen, gluckst dabei fröhlich vor sich hin, um sich auch gleich wieder in einem Kiesbett zu verstecken. Nun sammelt sich die Quelle und tritt als kleines Bächlein zwischen den Steinen aus dem Boden. Das Glucksen wird lauter, der Übermut größer, der Druck verstärkt die noch so junge Kraft, und so freut sich der Bach auf seinen Weg, der wie er bereits bemerkt hat einer dauernder Veränderung unterworfen ist. Da und dort bekommt er Gesellschaft die einen kleiner die anderen größer und so plätschern sie gemeinsam als immer stärker werdende Kraft den Abhang hinunter. Zusammen kann man ja auch das Rauschen üben, dabei tosende Laute von sich geben, vor Freude über die Felsen spritzen um mit dem Wasserstaub die schönsten Farben zu reflektieren, die sich zu einem Regenbogen bilden.

 

Jedoch hat die Quelle wie wir eine Aufgabe. Sie ist ebenfalls einem Lebensplan unterworfen: als Quelle tritt sie aus, als Rinnsal sucht sie einen Weg, als Bächlein wächst sie mit andern zusammen zu einem Bach - gezähmt wird der Bach zum Kanal - fast lautlos mündet er in einen See wo er mit gleichartigen verschmilzt. Als lebensspendender oft auch reinigender Fluss verlässt er den See, wo auf dem letzteren Teil des Weges noch manche seinesgleichen hinzu finden, um so als Strom durch weite Ebenen zu ziehen um am Ende mit dem Meer sich zu vereinen.

 

Nun kann der Kreislauf neu beginnen und die wärmenden lebensspendenden Sonnenstrahlen ziehen das Wasser mit voller Kraft zu wundersamen Dunstwolken heran. Je nach Spannung können sie mal recht bedrohlich und lautstark werden, mal zu einer ersehnten Regenwolke daher kommen, oder sich als Schneegestöber wieder entleeren.

 

Nun ……..wenn du ganz tief in dich hinein spürst, sind wir einem ganz ähnlichen Prozess unterworfen, mit dem Unterschied als Mensch mit Verstand und einem freien Willen ausgestattet den Planeten Erde zu betreten.

 

Mit dieser allumfassender Liebe ausgestattet, bekommen wir auch eine Verantwortung mit auf unseren Weg, nämlich zu schützen, klären und zu behüten.

 

Da wir wie Alles dem Geistigen Gesetz unterworfen sind, demzufolge einen befristeten Aufenthalt auf dieser Erde haben, sind wir Besucher und sollten uns auch dem entsprechend verhalten – diese Bewusstwerdung, dass alles rundherum ein Geschenk ist und wir es in unserem kurzen Dasein benutzen dürfen, es uns aber nie gehört, sollte vieles in uns klar werden lassen.

 

Ja ….so können wir uns unserer inneren Quelle nähern, uns immer mehr erinnern WAS und WER wir wirklich sind. WOHER wir kommen und WOHIN wir  gehen. Wenn wir das Licht der Lichter erkennen so wird uns auch wieder bewusst, dass es kein Kommen und kein Gehen gibt sondern lediglich eine Transformation stattfindet die den Körper auch wieder der Erde zurückgibt. So wird unserem SEIN wieder die freie Beweglichkeit zurückgegeben die uns wieder ermöglicht uns in allen zugelassenen Dimensionen frei zu bewegen um uns weiter zu entwickeln. Da macht auch diese Erkenntnis nicht Halt und gibt auf einmal Sinn:  zu sterben bevor wir tot sind.

 

Margy